„Dune: Part Three“: Alles, was bisher über den Film bekannt ist – Handlung, Trailer und Kinostart

ArtikelHlib Chahan
12. Mai 20264 Minuten
Dune: Part Three (2026)

© Dune: Part Three – Legendary Pictures, Warner Bros. Pictures

Denis Villeneuve kehrt zurück, um zu vollenden, was er begonnen hat: „Dune 3“ — das finale Kapitel seiner gewaltigen Weltraumsaga — startet am 18. Dezember 2026 in den Kinos.

Interessant ist, dass dieses Datum mit dem Start eines anderen Blockbusters zusammenfällt: „Avengers: Doomsday“. Im Netz wird das Duell bereits scherzhaft „Dunesday“ genannt — als Anspielung auf das „Barbenheimer“-Phänomen.

Nach „Dune“ (2021), der zunächst vor allem die Welt aufbaute, und „Dune: Part Two“, der die Geschichte zu einem echten Kinoereignis machte, soll der dritte Film den finalen Akkord setzen — und zugleich das riskanteste Kapitel der gesamten Trilogie werden.

Dunkler als je zuvor

„Dune: Part Three“ basiert auf Frank Herberts Roman „Der Herr des Wüstenplaneten“ aus dem Jahr 1969. Damit unterscheidet sich der Film in Ton und Tempo deutlich von den bisherigen Teilen: Das Buch dekonstruiert bewusst den Heldenmythos, der in den ersten beiden Filmen aufgebaut wurde.

Die Handlung setzt 17 Jahre nach den Ereignissen des Wüstenkriegs ein; im Roman sind es 12 Jahre. Paul Atreides, inzwischen Padischah-Imperator, führt einen Heiligen Krieg, der das gesamte bekannte Universum erfasst hat. Doch Macht und Prophezeiung sind eine schwere Bürde — und diesmal ist keineswegs sicher, dass Paul als Sieger hervorgeht.

⚠️ Ab hier folgen Spoiler zur Handlung von „Dune 3“ und zum Roman „Der Herr des Wüstenplaneten“.

Wichtig ist, dass die Bedrohung diesmal nicht nur auf dem Schlachtfeld entsteht, sondern auch im Verborgenen. In „Der Herr des Wüstenplaneten“ formiert sich gegen Paul eine Verschwörung, an der verschiedene Kräfte des Imperiums beteiligt sind — darunter Vertreter der Bene Tleilax, einer abgeschotteten bioingenieurischen Zivilisation. Mit ihnen ist auch die Figur Scytale verbunden: ein „Gesichtstänzer“, der sein Äußeres verändern und unbemerkt innerhalb des Systems agieren kann. Im Film wird er von Robert Pattinson gespielt.

Eines der zentralen Werkzeuge dieser Verschwörung ist ein Ghola. Dabei handelt es sich um einen künstlich wiedererschaffenen Menschen — einen Klon, der aus den Zellen eines Verstorbenen geschaffen wurde, jedoch ohne Erinnerungen an sein früheres Leben. Im Mittelpunkt steht der Ghola von Duncan Idaho. Über ihn versuchen die Verschwörer, Paul nicht körperlich, sondern psychologisch zu brechen. Damit wird eine Kette fataler Ereignisse in Gang gesetzt.

Parallel dazu verschärft sich auch die politische Ebene. Irulan, gespielt von Florence Pugh, die zur Ehefrau von Muad’Dib geworden ist, rückt stärker in den Vordergrund. Als Vertreterin der Bene Gesserit steht sie zwischen eigenen Ambitionen, den Befehlen des Ordens und ihrer komplizierten Beziehung zu Paul.

Gerade die Bene Gesserit führen eines der zentralen Machtspiele im „Dune“-Universum fort: die Kontrolle über die Erbfolge. Der Orden will die Zukunft des Imperiums über die Nachkommen der Atreides beeinflussen — und Irulan wird zu einem wichtigen Werkzeug in dieser Strategie.

Villeneuve beschreibt den dritten Teil als deutlichen Tonwechsel: War der erste Film eine Coming-of-Age-Geschichte und der zweite ein Kriegsfilm, soll „Dune 3“ eher wie ein spannungsgeladener Thriller funktionieren. Im Zentrum steht Paul Atreides, der mit den Folgen seiner eigenen Macht konfrontiert wird und versucht, dem Kreislauf der Gewalt zu entkommen.

Trotz des insgesamt dunklen Tons bleibt der persönliche Konflikt im Mittelpunkt. Die Beziehung zwischen Paul und Chani bildet das emotionale Fundament der Geschichte. Nach den Ereignissen des zweiten Teils ist ihr Verhältnis deutlich komplizierter geworden.

„Dunesday“

Am 18. Dezember 2026 kommen zwei der am meisten erwarteten Filme des Jahres gleichzeitig in die Kinos — und sowohl Timothée Chalamet als auch Robert Downey Jr. haben bereits scherzhaft vorgeschlagen, das Ereignis „Dunesday“ zu nennen, in Anlehnung an das „Barbenheimer“-Phänomen.

Die Kinos bereiten sich schon jetzt auf ein echtes Box-Office-Duell vor. Anders als bei „Barbenheimer“, wo die beiden Filme unterschiedliche Zielgruppen ansprachen, richten sich die beiden Dezember-Giganten an ein deutlich ähnlicheres Publikum.

Die Einspielergebnisse der „Dune“-Reihe zeigen klar nach oben: Der erste Teil spielte 410 Millionen Dollar ein, obwohl er parallel auf HBO Max erschien. Der zweite Film kam exklusiv ins Kino und wurde mit 714 Millionen Dollar zum großen Hit. Das stärkt die Erwartung, dass der dritte Teil einen neuen Rekord für die gesamte Franchise aufstellen könnte.

Villeneuves Abschiedswort

Für Denis Villeneuve wird dieser Film ein persönlicher Abschied von der Franchise: Der Regisseur hat bestätigt, dass er nach dem dritten Teil keine weiteren Filme im „Dune“-Universum drehen will. Das Universum selbst dürfte jedoch weiterleben: Die Serie „Dune: Prophecy“ läuft weiter, und Warner Bros. sowie Legendary dürften offenkundig weitere Möglichkeiten zur Entwicklung der Marke prüfen.

Der nächste logische Schritt könnte eine Adaption von „Die Kinder des Wüstenplaneten“ sein — jenem Roman, in dem bereits Pauls Nachkommen im Mittelpunkt stehen. Vorerst richten sich jedoch alle Blicke auf Dezember 2026.

„Dune: Part Three“ ist nicht einfach nur der Abschluss einer Trilogie. Es ist Villeneuves Versuch, die wichtigste Botschaft dieser Geschichte auf den Punkt zu bringen: Kein Messias wird die Menschheit vor sich selbst retten. Frank Herbert schrieb das 1969 — und heute klingt es schärfer denn je.

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